- Lüftung
- Beschattung
- Heizung
- Klimasteuerung
Klimasteuerung
Temperatur und Luftfeuchte bestimmen hauptsächlich das Klima in einem Wintergarten.
In einem nicht zu vernachlässigbaren Umfang spielen Luftbewegungen eine Rolle.
Die Temperatur eines Wintergartens ist relativ zu einem „normalen“ Wohnraum wegen den großen Glasflächen und den speziellen bauphysikalischen Verhältnissen sehr labil und verhält sich anders.
Auf der einen Seite beeinflusst das Außenklima mit seinen in unseren Breitenlagen ausgeprägten zyklischen jahreszeitlichen Schwankungen und den damit verbundenen unterschiedlichen
Tageslängen einen Wintergarten in punkto Temperatur und Luftfeuchte anders als etwa eine
verputzte Wand. Glasscheiben können beispielsweise die Feuchte überhaupt nicht aufnehmen,
die Feuchtigkeit schlägt sich als Tauwasser nieder, im Gegensatz zu Mauerwerk, welches
eine gewisse Luftfeuchte aufnehmen kann. Da auch das ursprüngliche Wohnhaus von den
spezifischen Klimaverhältnissen mehr oder weniger beeinflusst wird, gibt es diverse
Besonderheiten zu beachten.
Mit Hilfe von Lüften, Heizen und Sonnenschutz kann das Klima zum größten Teil auf die speziellen jeweiligen Wünsche und die bauphysikalischen Bedürfnisse eingestellt werden.
Um dies zu erreichen, kommen spezielle Systeme mit diversen hilfreichen Funktionen in Frage.
Nicht jeder verbringt so viel Zeit zuhause beziehungsweise hat so viel Zeit und Geduld um
das Klima regelmäßig nachzuregulieren. Für dies gibt es automatisch Systeme, welche das Klima eigenständig regulieren und optimieren.
Die automatischen Systeme sind mit Hilfe verschiedenen Sensoren im Innenraum sowie außerhalb des Wintergartens ausgestattet und mit Hilfe dieser für das Klima verantwortlich.
Diese sind sehr bequem und mit Komfort für den Bewohner verbunden. Solche Automatiken schützen die Möbel und Pflanzen vor zu intensiver Sonneneinstrahlung oder verhindern bei zu starkem Wind Schäden am Beschattungssystem. Nach der Energiesparverordnung müssen sich solche automatischen Systeme abschalten lassen, damit spontan in die vorprogrammierten Abläufe eingegriffen werden kann.
Die Temperatur und die Luftfeuchte beeinflussen das Klima wesentlich. Im Wintergarten wird die
Luft durch die Bewohner und zum größten Teil durch die Pflanzen befeuchtet. Noch mehr
Feuchtigkeit geben Zimmerbrunnen oder Aquarien an die Wintergartenluft ab.
Die Luftfeuchtigkeit hängt immer von der Temperatur ab. Für unser Wohlbefinden entscheidend,
ist die relative Luftfeuchte. Für den Menschen ist die relative Luftfeuchte wichtig. Warme Luft
kann einen höheren Wasseranteil in Form von Dampf speichern als kalte Luft. Aus diesem
Grund ist die relative Luftfeuchte bei höheren Lufttemperaturen geringer als bei niedrigen Lufttemperaturen, unter der Vorraussetzung, dass der absolute Feuchtigkeitsgrad identisch bleibt.
Es ist aber klarzustellen, dass der absolute Feuchtigkeitsgehalt gleich bleibt. Wenn sich aber
die Luft erwärmt, so nimmt die relative Luftfeuchtigkeit ab. Wird die Luft dagegen kälter, nimmt die relative Luftfeuchtigkeit zu.
Wenn die Raumluft auf kalte Außenbauteile trifft, kann sie so stark abkühlen, dass direkt vor den Außenbauteilen eine relative Luftfeuchte von 100 Prozent erreicht wird. Es entsteht Tauwasser.
Dies gilt es durch gute Isolierung zu verhindern.
DIN 4108 (Deutsche Industrie Norm) zeigt unter welchen Bedingung sich auf den inneren Glasflächen im Zentrum der Glasscheibe Tauwasser zu bilden anfängt: In einem gut durchlüfteten Wintergarten mit einer Innentemperatur von 20 Grad Celsius und 60 Prozent relativer Luftfeuchte tritt Tauwasser auf, wenn die Außentemperatur unter die folgenden Temperaturen sinkt:
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